Haarausfall entgegenwirken mit Minoxidil

Nicht erst im hohen Alter wird vielen Männern und einigen Frauen bewusst, dass das Haar lichter wird, auch viele junge Männer haben sich bereits mit dieser Thematik befassen müssen, weil, je nach erbbedingten Anlagen, das Thema Haarausfall zum Alltag gehört. Neben den bekannten Präparaten, die sowohl in Drogeriemärkten und auch Apotheken zu erwerben sind, gibt es einen weiteren Wirkstoff, der gegen Haarausfall helfen soll, dieser heißt Minoxidil.

Der Wirkstoff Minoxidil gehört zu der Wirkstoffklasse der Antihypertensiva, die durch eine eine blutdrucksenkende Wirkung bekannt sind. Neu ist dieser Wirkstoff nicht, jedoch wurde er 1988 erstmals gegen Haarausfall zugelassen und ist seit dem in vielen Medikamenten enthalten. Da der Wirkstoff die Blutgefäße weitet, wirkt sich dies nicht nur auf den Blutdruck aus, sondern man vermutet, dass dadurch auch die Gefäße rund um die Haarwurzel besser durchblutet werden und die Haare somit besser mit Nährstoffen versorgt werden, was den Wachstum erklären könnte. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass Minoxidil auch die DNA Synthese in den Haarzellen anregt, was dafür sorgt, dass die Zellteilungsrate steigt und das Nachwachsen der Haare kräftiger wird.

Die Anwendung von Minoxidil bei Haarausfall

Wird Minoxidil ausschließlich bei Haarausfall angewendet, so wird es in Form von Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen und dabei leicht einmassiert. Wichtig ist, der es nicht auf die Haare, sondern direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert wird, nur dann kann der Wirkstoff genau da ansetzen, wo er gebraucht wird. Ebenso wichtig ist aber auch, dass der Wirkstoff nicht in die Augen bzw. mit den Schleimhäuten in Kontakt kommt. Die Anwendung sollte über mehrere Monate erfolgen, wobei sich erste Erfolge meist nach vier Monaten einstellen, daher ist es von Vorteil, Minoxidil auch über diese vier Monate hinaus anzuwenden.

Weitere Infos zu Anwendung, Wirkung, Dosierung und Studien erhalten Sie auf der Seite http://minoxidil-wissen.info/.

Ergebnisse durch die Anwendung von Minoxidil

Die Forschung beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Haarausfall, so dass man auch bei dem Wirkstoff Minoxidil zu wissenschaftlichen Ergebnissen gekommen ist. In der Studie, unter der Leitung von Dr. med. Anne Elise A. Olsen, wurde die Wirksamkeit von Minoxidil bei erblich bedingtem Haarausfall bei Männern über 16 Wochen hinweg getestet. Den 352 männlichen Testpersonen wurde ein 5%iger Minoxidil-Schaum und ein wirkstofffreies Placebo verabreicht. Das Ergebnis daraus ist, dass eine Zunahme des Haarwachstums mit dem 5%igen Minoxidil-Schaum bereits nach 12 Wochen um das 4- fache und nach 16 Wochen um das 5 – fache angestiegen ist.

Auch bei Frauen wurde der Wirkstoff Minoxidil getestet und zwar über einen Zeitraum von 48 Wochen mit insgesamt 381 weiblichen Probanden. Dabei wurde ein 2%ig & ein 5%ig konzentriertes Minoxidil und auch ein wirkstofffreies Placebo verabreicht. Bei dem 2%igem Wirkstoff zeigte sich auch hier eine deutliche Zunahme des Haarwachstums durch die Anwendung.

Gibt es Nebenwirkungen durch Minoxidil?

Nebenwirkungen, die durch ein Medikament entstehen können, hängen unmittelbar mit der Darreichungsform zusammen. Minoxidil wirkt dabei in Tablettenform als Blutdrucksenker, jedoch als ist es bei Haarausfall als Lösung oder Schaum nur äußerlich anzuwenden und in diesem Zusammenhang ist selten von Nebenwirkungen auszugehen, daher ist es aus diesem Grund auch als freiverkäufliches Arzneimittel in der Apotheke zu bekommen.

Gerade zu Beginn der Behandlung ist es möglich, dass alte, nicht mehr aktive Haare ausfallen können, was sich aber bereits nach mehreren Wochen wieder einstellt, dieser Effekt wird auch als Shedding-Effekt bezeichnet. Dann beginnt der verstärkte Haarwuchs und die Behandlung wird dann fortlaufend weitergeführt. Sollte es in einzelnen Fällen zur Hautreizungen oder trockener Kopfhaut führen, so sollten sie dies mit einem Hautarzt besprechen, sollten Sie sich vorab schon unsicher wegen der Anwendung sein, so empfehlen wir ebenso ein Gespräch mit dem Hautarzt, jedoch vor der Behandlung.

Hilft Minoxidil auch beim Bartwuchs?

Da der Wirkstoff den Haarwuchs anregt, ist dies auch für den Bartwuchs geeignet, da die Wirkungsweise genau die gleiche ist. Hier trägt man ebenso den Schaum oder die Lösung auf die entsprechenden Hautpartien auf, lässt es kurz einwirken und dann wird durch ein leichtes kribbeln die entsprechende Stelle auf der Haut angeregt. Meist ist das entsprechende Produkt farb- und geruchlos, so dass es sehr gut und angenehm anzuwenden ist. Ein entsprechendes Produkt der Marke Regain bekommt man in 60ml Flaschen, deren Inhalt für ca. 5 – 6 Wochen reicht, daher empfiehlt sich hier eine Anwendung über 12 – 16 Woche oder länger, um einen möglichen Effekt zu erzielen.

Sollten Sie sich nicht ganz sicher sein, was die Anwendung für die Haare oder den Bart angeht, so sprechen Sie gerne Ihren Apotheker oder auch Hautarzt auf das Thema an, der Hautarzt kann Ihnen dann genaueres, auch zur Verträglichkeit, sagen.

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