Hanfsamen, was sie beim Kaufen beachten sollten

Wenn der Begriff Hanf fällt, dann denken die meisten sofort an Cannabis und ans Kiffen. Hanfsamen zählen in der Tat zum Superfood und machen keines falls high, sondern haben jede Menge positive Effekte auf den menschlichen Organismus. Die Chinesen und die alten Ägypter schätzten die kleinen Samen schon früh, denn schließlich können sie mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen überzeugen. Das Tolle an den Hanfsamen ist, dass man sie in der Küche sehr vielseitig einsetzen kann, so dass die regelmäßige Integration in den Speiseplan gar nicht schwer fällt.

Hanfsamen haben nichts mit Drogen zu tun

Die Hanfsamen werden aus dem so genannten Nutz- oder Industriehanf gewonnen. Bei diesem handelt es sich zwar auch um eine Cannabis-Pflanze, doch der Gehalt an THC ist unwesentlich und versetzt nicht in einen rauschähnlichen Zustand, wie dies beim indischen Hanf, auch als Marihuana bekannt, der Fall ist. Bereits seit vielen Jahrtausenden bauen die Menschen Hanf an, Textilien und Papier werden zum Beispiel daraus hergestellt.

Hanfsamen punkten mit viel pflanzlichem Eiweiß und essentiellen Fettsäuren. Die kleinen Samen haben eine olivgrüne Hülle mit glänzender Oberfläche und erreichen eine Durchmesser von zwei bis vier Millimetern. Die Blätter und Wurzeln der robusten Pflanzen geben wichtige Nährstoffe an den Boden ab, so dass auf dem selben Untergrund etwa 10 Jahre lang Hanf angebaut werden kann, ohne dass Qualitätsverluste zu befürchten wären.

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Hanfsamen

Wenn es um die gesunden Inhaltsstoffe der Hanfsamen geht, dann wäre zunächst die große Menge an Eiweiß zu nennen. Insgesamt 20 Aminosäuren sind in den Samen vertreten, darunter alle neun essentiellen Aminosäuren. Rund 11 Gramm Eiweiß stecken in nur drei Esslöffeln Hanfsamen. Das pflanzliche Eiweiß ist extrem hochwertig und zudem noch sehr gut verdaulich. Möchte man von den Proteinen profitieren, sollten die Samen nicht über 115 Grad erhitzt werden, denn dann können sie nicht mehr so gut verdaut werden.

Beachtlich ist auch der hohe Gehalt an Ballaststoffen, die sich überwiegend in den Schalen der Hanfsamen befinden. Fette sind nicht gleich Fette, es gibt ungesunde und solche, die unser Körper dringend benötigt. Und auch nicht nur die Art der Fette ist entscheidend, sondern auch das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren, also die Zusammensetzung. Idealerweise liegt das Verhältnis bei 4:1, doch bei der heutigen Ernährung ist dies bei den meisten Menschen eher unausgewogen. Der Verzehr von Hanfsamen wären in diesem Fall eine gute Lösung, denn hier ist das Verhältnis der Fettsäuren optimal.

Vitamin B2 ist ebenfalls reichlich in Hanfsamen vorhanden, hier wird das Superfood nur von Leber übertroffen. Darüber hinaus sind in Hanfsamen noch Antioxidantien, Vitamin E, Eisen, Phosphor, Calcium, Magnesium und Zink enthalten.

Die positiven Effekte der Hanfsamen auf die Gesundheit

Die Antioxidantien in den Hanfsamen haben eine sehr hohe Wirksamkeit, so dass freie Radikale zuverlässig bekämpft werden können. Auf diese Weise wird nicht nur der natürliche Alterungsprozess verlangsamt, sondern auch vielen Erkrankungen vorgebeugt. Somit sind Hanfsamen eine präventive Lösung, um das Immunsystem zu stärken und vor diversen Krankheiten, darunter auch Krebserkrankungen, zu schützen.

Sportler profitieren sehr vom Verzehr der kleinen Samen, denn das darin enthaltene Vitamin E kann den pH-Wert des Körpers nach dem Sport wieder ausgleichen, so dass keine Übersäuerung stattfindet und die Muskulatur sich schneller regeneriert. Darüber hinaus können Hanfsamen auch den Testosteronspiegel erhöhen, so dass der Muskelaufbau gefördert wird.

Hanfsamen sind ein hervorragender Energielieferant, die Fettsäuren steigern die Leistung des Gehirns, während durch die Eiweiße eine Aktivierung der Körperzellen erfolgt. Müdigkeit verschwindet, Stress wird leichter verarbeitet, der Stoffwechsel angeregt und die Ausdauer verbessert. Nicht nur das Gedächtnis funktioniert bedeutend besser, auch die Stimmung wird aufgehellt, so dass Depressionen und Ängste reduziert werden können. Werden Hanfsamen regelmäßig konsumiert, wird auch das Risiko für Alzheimer oder Parkinson gesenkt.

Nach dem Verzehr tritt ein schnelles und lang anhaltendes Sättigungsgefühl ein, so dass Hanfsamen auch gut beim Abnehmen helfen können. Nicht nur die Fettverbrennung wird gefördert, die Ballaststoffe helfen auch bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Die Wirkstoffe in den Hanfsamen haben einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel, so dass auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden kann. Doch nicht nur der Cholesterinspiegel kann gesenkt werden, sondern auch der Blutzuckerspiegel und der Blutdruck, das bietet einen guten Schutz vor diversen Folgeerkrankungen.

Ein träger Darm wird durch die Ballaststoffe, die Fettsäuren und die Proteine wieder in Schwung gebracht, was die Verdauung nachhaltig verbessert, so dass Verstopfung und Blähungen der Vergangenheit angehören. Durch den hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren haben die Hanfsamen auch eine entzündungshemmende Wirkung. Davon profitieren Patienten mit chronischen Entzündungsprozessen wie zum Beispiel bei Arthritis, Multipler Sklerose, Krebs oder Diabetes.

Zusammenfassung der positiven Effekte von Hanfsamen:

  • Verlangsamung des natürlichen Alterungsprozesses
  • Stärkung des Immunsystems
  • Schutz vor Übersäuerung des Körpers
  • Muskelregeneration und Muskelaufbau werden beschleunigt
  • Steigerung der Gehirnleistung
  • Verbesserung der Ausdauer und des Stoffwechsels
  • Schutz vor Parkinson und Alzheimer
  • Förderung der Fettverbrennung und der Verdauung
  • Senkung von Cholesterinspiegel, Blutdruck und Blutzuckerspiegel
  • Unterstützung bei der Entgiftung des Körpers
    Linderung bei chronischen Entzündungsprozesse

Tipps für den Kauf und die Verwendung der Hanfsamen

Hanfsamen kann man mittlerweile nicht mehr nur in Bioläden und im Internet erwerben, sondern auch in zahlreichen Supermärkten. Neben reinem Hanfsamen findet man auch verschiedene Produkte, die daraus hergestellt wurden, wie zum Beispiel Hanföl, Hanfmehl, Protein-Pulver oder Hanfmilch. Bei allen Produkten ist darauf zu achten, woher sie stammen, wichtig ist der biologische Anbau. Außerdem darf das Produkt keinerlei THC enthalten und mit Konservierungs- und Farbstoffen versetzt sein.

Wo kann man Hanfsamen kaufen ?

Hanfsamen kaufen Sie am besten in einem Bioladen oder Online. Auch bei großen Anbietern wie Amazon finden sie viele gute Angebote zum sehr günstigen Preis.

Hanfsamen bekommt man wahlweise in ungeschälter oder geschälter Variante. In der grünen Schale stecken wertvolles Chlorophyll sowie Ballast- und Bitterstoffe, weshalb die ungeschälten Hanfsamen gesünder sind. Der Geschmack der Hanfsamen kann als leiht nussig beschrieben werden, er erinnert etwas an Sonnenblumenkerne. Hanfsamen passen perfekt ins Müsli oder in einen Joghurt, können aber auch diverse Salate verfeinern. Darüber hinaus finden sie Verwendung in Smoothies, Backwaren, Dips oder Suppen.

Hanfsamenöl ist ein dunkles Öl, das aus Kaltpressung stammt und nicht raffiniert wurde. Das nussig schmeckende Öl enthält alle wertvollen Inhaltsstoffe und bietet sich für die Zubereitung von Marinaden, Soßen, Salatdressings, Dips oder Aufstrichen an. Sportler können auch auf Protein-Pulver aus Hanfsamen setzen, der Gehalt an Eiweiß liegt bei rund 16 Prozent.

Wenn man Hanfsamen verzehrt beginnt man mit einem Esslöffel und steigert die Menge dann langsam. Bei der Lagerung der Samen ist zu berücksichtigen, dass sie aufgrund des hohen Fettgehalts schnell ranzig werden. Deshalb füllt man sie immer in einen luftdichten Behälter und bewahrt sie an einem kühlen und vor Sonne geschützten Ort auf.

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