Quinoa

Quinoa stammt ursprünglich aus Südamerika und ist dort ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Schon seit rund 6.000 Jahren wird Quinoa in Peru, Bolivien und Ecuador angebaut, es sollte den Inka-Kriegern früher Ausdauer und Widerstandsfähigkeit verleihen. Viele sind der Meinung, dass Quinoa ein Getreide sei, das ist jedoch nicht korrekt, denn das Inka-Korn zählt zu den Gänsefußgewächsen. Die bis zu zwei Meter hohe Pflanze bildet somit zusammen mit dem Spinat und der Roten Bete eine Pflanzenfamilie und ist nicht mit Gräsern wie Weizen oder Roggen verwandt.

Die Pflanze ist äußerst robust und widerstandsfähig, denn sie gedeiht auch auf schlechtem Boden und trotzt den unterschiedlichen Witterungseinflüssen. Bei den Inkas wird Quinoa auch als Muttergetreide bezeichnet, es ist aber auch als Inkareis, Reisspinat, Perureis, Inkaweizen oder Reismelde bekannt. Zum Verzehr eignen sich sowohl die Blätter, als auch die Samenkörner, welche in etwa die Größe von Hirse haben und weiß, gelb oder rotbraun gefärbt sind.

Die wertvollen Inhaltsstoffe des Quinoa

QuinoaQuinoa ist ein echtes Superfood, denn es ist eine wahre Quelle für jede Menge wichtiger Nährstoffe, die man in dieser Zusammensetzung nur in wenigen Lebensmitteln findet. Dabei geht es nicht nur um die einzelnen Inhaltsstoffe an sich, sondern auch deren Kombination, die Quinoa zu einem solch wertvollen Nahrungsmittel machen.

Zunächst einmal ist Quinoa ein Lieferant von hochwertigem Eiweiß, der Gehalt ist mehr als doppelt so hoch, als in Reis. Darüber hinaus werden dem Körper noch alle essenziellen Aminosäuren zur Verfügung gestellt. Auch Fette benötigt unser Organismus, um die Körperfunktionen einwandfrei aufrechterhalten zu können. Doch es ist wichtig, dass man dem Körper möglichst hochwertige, ungesättigte Fettsäuren zuführt, so wie sie im Quinoa enthalten sind. Mit den Kohlenhydraten verhält es sich ähnlich, einfache Kohlenhydrate bringen dem Körper nur kurzzeitig Energie, im Quinoa sind hingegen komplexe Kohlenhydratverbindungen enthalten, welche die Nährstoffversorgung der Zellen sicherstellen. Vergleicht man Quinoa mit verschiedenen Getreidesorten, so ist der Anteil an Ballaststoffen wesentlich höher, das kommt vor allem der Verdauung zugute.

Die wichtigen Aminosäuren wurden bereits angesprochen, dem Lysin kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Der Körper braucht sie, damit Schäden an Zellen und Gewebe repariert werden können, doch das Lysin findet man nur in wenigen Lebensmitteln. Im Quinoa ist hingegen eine ausreichende Menge vorhanden, so dass das Immunsystem nachhaltig gestärkt wird.

Mineralstoffe und Spurenelemente findet man ebenfalls im Quinoa, vor allem der Bedarf an Magnesium, Eisen, Kalzium, Kupfer und Mangan kann komplett damit gedeckt werden. Natürlich enthält das Nahrungsmittel auch Vitamine, vor allem liefert es Vitamin B2 und Vitamin E. Schließlich sind auch jede Menge Antioxidantien im Inka-Korn enthalten, diese schützen den Körper vor Schäden durch freie Radikale.

Die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Quinoa

Quinoa hat einen positiven Einfluss auf Körper und Seele, und das auf sehr vielfältige Weise. Aufgrund des hohen Magnesiumgehalts profitieren Migränepatienten sehr vom Verzehr des Quinoa. Einer Verengung der Blutgefäße kann vorgebeugt werden, so dass Migräneattacken wesentlich leichter verlaufen oder sogar verhindert werden können. Auch Vitamin B2, das so genannte Riboflavin, trägt zu dieser Wirkung bei, in Quinoa ist wesentlich mehr davon enthalten, als beispielsweise in Hafer, Reis oder Weizen.
Quinoa versorgt den Organismus auch mit der Aminosäure Tryptophan, diese braucht das Gehirn, um das Glückshormon Serotonin zu produzieren. Mangelt es dem Körper an Serotonin, kann sich das in Schwermut und Depressionen äußern. Antidepressiva sollen den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen, dafür muss man teilweise jedoch Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Mit Quinoa hat man eine natürliche und sanfte Alternative zur Hand, die bei leichten Depressionen durchaus helfen kann.

Studien haben ergeben, dass Quinoa auch vor Krebs schützen kann, dafür ist vor allem die Aminosäure Lysin verantwortlich. Lysin ist in der Lage, zerstörtes Gewebe zu reparieren und die Auflösung durch Enzyme, welche von den Krebszellen ausgeschüttet werden, zu verhindern. Ist der Körper ausreichend mit Lysin versorgt, wird die Bewegung der Krebszellen im Organismus unterbunden, so dass Krebsgeschwüre sich nicht ungehindert ausbreiten können. Dies ist auch hilfreich bei der Behandlung von Entzündungen, Allergien und Arteriosklerose, denn auch hier liegen Bindegewebsauflösungen zugrunde.

Quinoa hat auch einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerwert. Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden häufig durch einen zu hohen Cholesterinwert verursacht, somit kann Quinoa Schlaganfällen und Herzinfarkten vorbeugen. Gerade das darin enthaltene Magnesium senkt die Blutfettwerte und gleichzeitig auch den Blutdruck. Das führt dazu, dass der Körper auch mehr Gallensäure produziert und außerdem die Verdauung angeregt wird. Diabetes ist eine echte Volkskrankheit, bei Zuckerkranken steigt der Blutzuckerwert nach einer Mahlzeit rasant an. In Quinoa sind komplexe Kohlenhydrate vorhanden, der Körper verdaut diese nur langsam, so dass der Blutzuckerspiegel lange auf einem Niveau bleibt.

Auch im Kampf gegen Darmpilze hat sich der Verzehr von Quinoa bewährt, Ursache ist meistens eine ungesunde Ernährung. Ist der Darm erst einmal von Pilzen befallen, lassen sich diese nur schwer bekämpfen und führen oft zu schwerwiegenden Erkrankungen. Die Ballaststoffe im Quinoa unterstützen die Verdauung und fördern die Tätigkeit des Darms, somit ist die Gesunderhaltung des Darms gewährleistet.

Zusammenfassung der positiven Auswirkungen auf den Körper

• Senkung von Blutzuckerwert und Cholesterinspiegel
• Prophylaxe gegen Krebserkrankungen
• Förderung der Verdauung
• Beugt der Entstehung von Darmpilzen vor
• Wirksam bei Verstimmung und leichten Depressionen
• Abschwächung von Migräneattacken
• Positive Wirkung bei entzündlichen und allergischen Prozessen

Die Zubereitung von Quinoa

Quinoa kann man in der Küche auf ganz vielfältige Art und Weise einsetzen, der Verzehr kann im gekochten oder rohen Zustand erfolgen. Vor der Zubereitung spült man das Korn unter Wasser sorgfältig ab. Möchte man ein Frischkornmüsli zubereiten, dann schrotet man das Quinoa und weicht ihn ein. Man kann die Körner aber auch rösten und dann Müslis oder Salate damit verfeinern.

Am häufigsten wird Quinoa allerdings wie Reis zubereitet, dazu kocht man es in der doppelten Menge an Wasser kurz auf und lässt es dann für 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln. Nachdem man den Topf vom Herd genommen hat, lässt man es noch für rund 10 Minuten nachquellen. Zu lange sollte man Quinoa nicht kochen, dann geht der Geschmack verloren und die Körner verlieren an Biss. Quinoa schmeckt leicht nussig und kann einfach mit Butter oder hochwertigem Öl sowie einer Prise Salz verfeinert werden. Lässt man die Körner abkühlen, kann man aus Quinoa auch einen leckeren Salat zubereiten, ähnlich einem Reissalat.