MSM – Methylsulfonylmethan

Normalerweise wird immer behauptet, dass die Menschheit mit ausreichend Schwefel versorgt ist, dies entspricht jedoch nicht der Realität, denn Schwefelmangel ist bei weitem keine Seltenheit. Mangelerscheinungen sind weitreichend bekannt, an Schwefel denkt dabei jedoch kaum jemand.

Fehlt es dem Körper jedoch an Methylsulfonylmethan, also organischem Schwefel, so kann sich dies in diversen Symptomen bemerkbar machen. Bei Schwefelmangel leidet man zum Beispiel an Durchblutungsstörungen, brüchigen Nägeln, Gelenkbeschwerden, stumpfem Haar, schwachem Bindegewebe und Leberproblemen. In diesem Fall kann man dem Körper MSM zuführen, um die Beschwerden schnell wieder loszuwerden.

Methylsulfonylmethan ist wichtig für den menschlichen Körper

MSM bezeichnet eine organische Schwefelverbindung, die dem Organismus natürlichen Schwefel zuführt. Dieses lebensnotwendige Element ist ein Bestandteil des menschlichen Körpers, sein Anteil liegt bei etwa 0,2 Prozent. Man könnte jetzt meinen, dass Schwefel deshalb nicht wirklich von Bedeutung ist, dem ist jedoch nicht so. Der Anteil an Schwefel ist im Vergleich zum Eisen rund 40 mal höher, beim Eisen sind es fünfmal mehr. Den meisten ist bekannt, dass gerade Eisen und Magnesium essentiell für den Organismus sind und deshalb täglich über die Ernährung aufgenommen werden sollten, die Wichtigkeit des Schwefels wird jedoch nur selten berücksichtigt.

MSM wird für die Bildung von Eiweiß und Enzymen benötigt

Viele körpereigene Stoffe haben Schwefel als Bestandteil, dazu zählen zum Beispiel Hormone, Aminosäuren, Antioxidantien und Enzyme. Mangelt es dem Körper an Schwefel, so kann unser Körper nicht ausreichend vor den Schäden durch freie Radikale geschützt werden. Glutathion zählt zu den stärksten Antioxidantien, es braucht aber genügend Schwefel, um optimal zu funktionieren. Ist dies nicht gegeben, leidet auch das Immunsystem darunter, denn es muss nun auf Hochtouren arbeiten.

Damit der Körper Eiweiße und Enzyme bilden kann, braucht er schwefelhaltige Aminosäuren, denn nur so sind diese auch biologisch aktiv. Fehlt Schwefel, entstehen sie zwar auch, sie sind dann aber nicht in der Lage, die ihnen zugedachten Aufgaben einwandfrei zu erledigen.

MSM kann Beschwerden bei Allergien lindern

Vor allem für Allergiker ist es extrem wichtig, dass sie mit ausreichend Schwefel versorgt sind. Verabreicht man Menschen mit Heuschnupfen, Allergien gegen Tierhaare und Hausstaub oder auch bei Nahrungsmittelallergien einige Tage MSM, nehmen die Symptome schon deutlich ab. Mittlerweile konnte dieser Effekt auch in verschiedenen Studien nachgewiesen werden. Beschwerden mit den oberen Atemwegen waren bereits nach sieben Tagen der Einnahme deutlich weniger, nach rund 21 Tagen besserten sich auch Beschwerden mit den unteren Atemwegen, außerdem hatten die meisten Probanden viel mehr Energie.

MSM hilft bei Rosacea und Ichthyose

Die Rosacea ist eine entzündliche Hautkrankheit, die grundsätzlich nicht heilbar ist, sie tritt überwiegend im Gesicht auf. Die Knötchen und Pusteln sind nicht nur ein kosmetisches Problem, häufig werden sie auch noch von Schmerzen und Juckreiz begleitet. Nach einer Behandlung mit MSM in Kombination mit Silymarin war die Haut nach drei Wochen deutlich besser, der Juckreiz ließ nach, und die Haut war gut mit Feuchtigkeit versorgt.

Eine weitere unheilbare Hauterkrankung ist die Ichthyose, die auch als Fischschuppenkrankheit bekannt ist und zu den Erbkrankheiten zählt. Die trockene Haut schuppt sich sehr stark und kann auch schmerzen und jucken, natürlich belastet das auch die Seele ganz enorm. Mit MSM versetzte Hautcremes können die Symptome deutlich lindern, auch wenn andere Therapien bisher versagt haben.

Stärkung des Immunsystems durch MSM

Damit die körpereigenen Abwehrkräfte problemlos funktionieren, sind sie ebenfalls auf ausreichend MSM angewiesen. So braucht die Aminosäure Methionin zum Beispiel diesen Stoff, damit sie Selen durch den Körper transportieren kann. Und dieses Spurenelement ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems, denn es wehrt Erreger und freie Radikale ab, darüber hinaus wird es auch vom Bindegewebe, den Gefäßen und den Augen gebraucht. Mangelt es dem Organismus nun an Schwefel, ist auch nicht genügend Methionin vorhanden, so dass es dem Körper zwangsläufig auch an Selen fehlt, der Körper wird anfälliger für diverse Erkrankungen. Schwefelmangel kann also weitreichende Folgen haben, mehrere Fehlfunktionen summieren sich, und verstärken sich gegenseitig.

Schmerzlinderung durch MSM bei Arthrose

Vor einigen Jahren wurde eine große Studie mit Männer und Frauen zwischen 40 und 75 Jahren, die an Arthrose der Knie leiden, durchgeführt. Einer Gruppe verabreichte man täglich MSM, die andere Gruppe bekam einen Placebo. Tatsächlich nahmen die Schmerzen durch Gabe von sechs Gramm MSM am Tag signifikant ab, die Bewegungsfähigkeit nahm gleichzeitig zu, was natürlich die Lebensqualität enorm erhöht.

Durch die Behandlung konnte auf die klassischen Rheumamittel verzichtet werden, so dass Nebenwirkungen so gut wie nicht mehr vorhanden waren. Die herkömmlichen Arzneimittel gegen Arthrose wirken schmerzstillend und entzündungshemmend, während MSM anscheinend auch den Stoffwechsel des Knorpels positiv beeinflusst.

Schwefel ist auch in den Gelenkkapseln und der Gelenkschmiere vorhanden, so dass er auch für deren Erneuerung benötigt wird. Liegt nun ein Schwefelmangel vor, werden Reparaturen an den Gelenken, die sich ja ständig durch Belastung abnutzen, nicht mehr ordnungsgemäß durchgeführt, Gelenkbeschwerden sind dann die natürliche Folge. MSM kann deshalb solchen Degenerationserscheinungen vorbeugen, und somit auch Arthritis. Weitere Informationen über MSM finden Sie unter http://www.methylsulfonylmethan.net

Schäden an der Muskulatur können minimiert werden

Bei den meisten Sportverletzungen handelt es sich um Probleme mit der Muskulatur, viele Faktoren erhöhen das Verletzungsrisiko. Im Iran haben Wissenschaftler untersucht, ob die Gabe von MSM Auswirkungen auf Muskelschäden durch sportliche Betätigung hat. Eine Gruppe bekam MSM, der anderen wurde ein Placebo verabreicht, nach 10 Tagen führten beide Gruppen einen Lauf über 14 Kilometer durch. In der Gruppe mit MSM waren die Werte von Bilirubin und Cretinkinase wesentlich niedriger, ein Hinweis auf weniger Schäden an der Muskulatur, auf der anderen Seite waren die Antioxidantien viel höher konzentriert. Tatsächlich scheint sich die antioxidative Wirkung des MSM positiv auf die Muskeln auszuwirken, Muskelschmerzen werden reduziert, und die Regeneration beschleunigt.

Weitere positive Effekte von MSM auf den menschlichen Körper

Auch auf das Magen-Darm-System hat MSM offensichtlich eine positive Wirkung. Die Darmfunktion wird allgemein verbessert, darüber hinaus entsteht auch ein gesundes Darmmilieu, so dass sich Erreger, wie zum Beispiel Pilze, nicht so einfach vermehren können. Außerdem sorgt der organische Schwefel für eine Regulierung der Säureproduktion, so dass Verdauungsproblemen wie zum Beispiel Blähungen, Völlegefühl oder Sodbrennen vorgebeugt werden kann.

MSM macht die Membranen der Zellen wesentlich durchlässiger, was sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Während Nährstoffe besser absorbiert werden können, werden Abfallstoffe auch leichter wieder aus dem Körper geschleust. Somit haben Vitamine und andere Nährstoffe eine viel intensivere Wirkung, und durch die regelmäßige Entschlackung des Organismus ist der Körper auch widerstandsfähiger.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass organischer Schwefel auch das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Das ist wohl unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Gewebe und das Blut gleichermaßen besser mit Sauerstoff versorgt werden. Die Studien sind allesamt sehr vielversprechend, so dass MSM in Zukunft auch für die Krebstherapie von Bedeutung sein könnte. Gerade bei Brustkrebs konnte man bisher gute Erfolge durch die Gabe von Schwefel erzielen. Darüber hinaus haben Forscher in den USA auch festgestellt, dass durch die Gabe von MSM Metastasen viel besser auf eine Chemotherapie ansprechen.

MSM unterstützt den Körper bei der Entgiftung

Schwefel ist auch ein essentieller Bestandteil der Entgiftungsorgane des menschlichen Körpers. Er hilft unter anderem der Leber, dass Gift- und Schadstoffe besser aus dem Körper geleitet werden können, um den Organismus zu reinigen. Läuft dieser Prozess nicht planmäßig ab, führt die Einlagerung der Giftstoffe dazu, dass chronische Erkrankungen auftreten und der natürliche Alterungsprozess viel schneller voran schreitet.

Durch die Einnahme von MSM kann man den Körper bei der Entgiftung unterstützen, bereits nach etwa 21 Tagen sollte man die ersten Effekte bemerken. In den ersten beiden Wochen muss man unter Umständen mit ein paar Symptomen durch die Entgiftung rechnen, wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden, Leistungsabfall, Kopfschmerzen und Ausschläge. Je stärker diese Symptome ausgeprägt sind, umso mehr Giftstoffe müssen aus dem Körper geschleust werden. Durch eine Anpassung der Dosierung kann man aber diese Symptome auch abschwächen.