Manuka Honig

Die heilende Wirkung des Honigs ist bereits seit tausenden von Jahren bekannt, gerade im Altertum setzte man das süße Nahrungsmittel unter anderem zur Behandlung von Wunden ein. Im alten Ägypten nutzte man den Honig nicht nur als Süßungsmittel für Speisen, sondern balsamierte damit auch die Toten ein, denn der Honig hat auch einen konservierenden Effekt. Darüber hinaus kam die klebrige Masse aber auch zur Heilung der unterschiedlichsten Erkrankungen zum Einsatz. Man hat Dokumente entdeckt, auf denen mehr als 500 Rezepte für Tinkturen und Salben notiert waren.

Der Manuka-Honig – Wertvolles Heilmittel aus Neuseeland

Bis heute wird der Honig in vielen Kulturen als Heilmittel verwendet. Bisher noch relativ unbekannt ist der Manuka Honig, eine ganz besondere Sorte aus Neuseeland. Die Einwohner des Inselstaats behandeln damit vor allem Wunden, denn der Honig wirkt antiseptisch und entzündungshemmend, so dass man damit Pilze, Viren und Bakterien bekämpfen kann. Mittlerweile konnte die Heilwirkung auch wissenschaftlich bewiesen werden. Der Manuka Honig hat gegenüber anderen Honigsorten einen großen Vorteil, denn er enthält wesentlich mehr Methyglyoxal, so dass die heilenden Eigenschaften ausgeprägter sind.

Die Pflanze, die an Waldrändern, an Flussufern und Hängen gedeiht, ist äußerst widerstandsfähig und kommt auch mit schlechteren Bodenverhältnissen bestens zurecht, sie braucht lediglich genügend Feuchtigkeit. Sie wird auch als Neuseelandmyrte bezeichnet und trägt den botanischen Namen Leptospermum scoparium. Sie wächst nicht nur in den Bergen von Neuseeland, sondern ist auch im Südosten von Australien zu finden. Die Pflanze erreicht als Strauch oder Baum eine Höhe von bis zu vier Metern und dient auch der Herstellung von Manuka Öl.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Manuka Honigs

Honig ist, in Maßen konsumiert, grundsätzlich gesund für den Körper und hat eine antibakterielle Wirkung. Wenn der Zucker im Honig von dem Enzym Glucose-Oxidase abgebaut wird, entsteht Wasserstoffperoxid mit seinem desinfizierenden Effekt.

Der Wirkstoff Methylglyoxal ist in jedem Honig enthalten, im Manuka Honig ist er jedoch über 100 mal höher konzentriert. Der Gehalt an Methylglyoxal sollte im Kaffee am höchsten sein, doch der Manuka Honig hat diesen Wert bei weitem überboten. Um die gleiche antioxidative und antiseptische Wirkung mit Kaffee zu erzielen, müsste man am Tag schon an die 50 Tassen konsumieren.

Der Manuka Honig ist nicht nur antiseptisch und entzündungshemmend, sondern er enthält auch viele Antioxidantien, die im Körper freie Radikale abfangen und somit oxidativen Stress abbauen. Untersuchungen an Ratten haben ergeben, dass die Wirkstoffe des Manuka Honigs einen Großteil der DNA-Schäden reparieren können. Auch antibakterielle Effekte werden dem Manuka Honig zugeschrieben, diese sind allerdings noch weitgehend unerforscht.

Nicht nur das Methylglyoxal ist bezüglich der gesundheitsfördernden Eigenschaften des Manuka Honigs von Interesse. In dem süßen Nahrungsmittel sind auch eine ganze Reihe an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. Kalium stärkt das Herz und sorgt für die Funktionstüchtigkeit des Nervensystems und der Muskulatur, auch das im Manuka Honig enthaltene Natrium wirkt sich auf diese Bereiche aus. Magnesium ist nicht nur an unzähligen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt, sondern ist auch für die Ausschüttung bestimmter Hormone und die Bereitstellung von Energie notwendig. Der Mineralstoff Kalzium stärkt die Zähne und Knochen und sorgt für einen ausgeglichenen Herzrhythmus. Das Vitamin C unterstützt das Immunsystem und hat darüber hinaus auch antioxidative Eigenschaften. Für ein gut funktionierendes Nervensystem braucht der Organismus ausreichend Vitamin B2, dieses ist auch im Manuka Honig enthalten. Das Vitamin B6 ist für die Elastizität des Bindegewebes zuständig und stärkt außerdem die körpereigenen Abwehrkräfte.

Auch wichtige Spurenelemente sind im Manuka Honig vorhanden, darunter zum Beispiel Eisen und Mangan. Eisen benötigt der Körper für die Blutbildung, während Mangan sich auf die Bildung von Binde- und Enzymgewebe auswirkt.

Zusätzlich ist Manuka Honig auch reich an Aminosäuren wie Alanin, Prolin, Glycin, Arginin und Leucin. Das Alanin schützt den Körper vor Übersäuerung und hat somit auch einen positiven Effekt auf die Muskulatur, weshalb es vor allem Sportlern zugute kommt. Das Glycin unterstützt nicht nur das Nervensystem, es kann auch Nieren- und Leberschäden vorbeugen und hat entzündungshemmende Eigenschaften. Arginin stärkt die Abwehrkräfte und hilft beim Muskelaufbau, während Prolin für gesundes Bindegewebe unerlässlich ist. Auch das Leucin ist gerade für Sportler von Bedeutung, denn es fördert die Fettverbrennung und beschleunigt gleichzeitig den Muskelaufbau. Weiteres über Manuka Honig unter manuka-neuseeland.info

Manuka Honig zur innerlichen Anwendung

Der Manuka Honig kann innerlich bei den unterschiedlichsten Beschwerden angewendet werden, vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden hat er sich gut bewährt. Das wussten bereits die neuseeländischen Ureinwohner, die Maori, und dass sie Recht hatten, beweisen mittlerweile wissenschaftliche Studien. Viele Magen-Darm-Beschwerden werden durch die Bakterien Helicobacter pylori und Escherichia coli ausgelöst, und genau hier erweist sich der Manuka Honig als äußert effektiv. Schon in geringer Konzentration kann der Honig das Wachstum der Bakterien verlangsamen. Das macht sich vor allem bei der Behandlung von Magengeschwüren bezahlt, denn Patienten müssen keine Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

Auch bei Entzündungen der Atemwege kann der Manuka Honig helfen, vor allem bei der Bekämpfung des Bakteriums Staphylococcus aureus zeigten sich hervorragende Erfolge. Der Erreger kann bei einem schwachen Immunsystem unter anderem Hautinfektionen verursachen, auch Wundinfektionen kommen in der Folge häufig vor. Darüber hinaus ist Staphylococcus aureus auch für Lungenentzündungen, Bronchitis sowie Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen verantwortlich.

Aufgrund der antiviralen und antibiotischen Eigenschaften ist der Manuka Honig auch ein ideales Heilmittel bei Erkältungsbeschwerden mit Husten und Halsschmerzen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, den Honig in heißem Tee aufgelöst zu sich zu nehmen.

Nicht nur Viren und Bakterien machen die Wirkstoffe im Manuka Honig den Garaus, auch bei Pilzerkrankungen wird er erfolgreich eingesetzt. Pilzinfektionen aller Art, wie zum Beispiel Candida albicans, Fußpilz oder Flechten können damit behandelt werden. Die Anwendung kann dabei gleichzeitig innerlich und äußerlich erfolgen.

Normalerweise greift Zucker die Zähne an und kann Karies verursachen, das gilt natürlich auf für Honig. Der Manuka Honig bildet in diesem Fall jedoch eine Ausnahme, denn Untersuchungen haben ergeben, dass die Zähne sogar vor Belag geschützt werden und somit gesund erhalten werden können.

So erfolgt die innerliche Anwendung: Setzt man den Manuka Honig bei Erkältungsbeschwerden ein, so kann man dreimal am Tag einen Teelöffel davon im Mund zergehen lassen. Es ist wichtig, den Honig möglichst lange im Mund zu belassen und ihn dann ganz langsam zu schlucken. Es ist zu empfehlen, eine Dosis vor dem Zubettgehen zu nehmen, dann profitiert auch der Mundraum von den positiven Effekten. Leidet man unter Atemwegsinfekten, kann man vor dem Schlafen auch etwas vom Honig auf die inneren Nasenwände streichen.

Manuka Honig zur äußerlichen Anwendung

Auch äußerlich gibt es zahlreiche Indikationen für die Anwendung des Manuka Honigs. In erster Linie kann man damit Wunden behandeln, denn der Honig hat eine desinfizierende Wirkung. Die Wirkstoffe bekämpfen Bakterien, so dass sie keinen idealen Nährboden mehr haben und sich nicht weiter vermehren können. Den Honig kann man pur auf die Wunde auftragen, dann deckt man sie mit einem Pflaster oder Mull ab, der Verband sollte dann mehrmals täglich gewechselt werden.

Der Manuka Honig hat sich bei der Behandlung vieler Hauterkrankungen bewährt, wie zum Beispiel der Schuppenflechte oder Neurodermitis, auch bei Lippenherpes zeigen sich Erfolge. Die Haut wird durch die Inhaltsstoffe mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und wieder schön geschmeidig. Entzündungen können schnell abheilen, so dass auch das Risiko einer Narbenbildung eher gering ist. Juckreiz, der mit vielen Hauptproblemen einhergeht, wird zuverlässig gemildert, raue und rissige Haut wird wieder glatt.