Kurkuma

Kurkuma hat sicher fast jeder schon einmal gegessen, auch wenn ihm dies gar nicht bewusst war. Das Gewürz ist nämlich Hauptbestandteil von Curry und ist für dessen typisch gelbe Farbe verantwortlich. Es handelt sich um das Rhizom, also den unterirdischen Wurzelstock einer Pflanze, die in Teilen Asiens, China und Indien angebaut wird.

Die Kurkumapflanze gehört zur Ingwer-Familie und kann eine Höhe von bis zu 150 Zentimetern erreichen. Der Wurzelstock selbst wird bis zu sieben Zentimeter lang und erreicht einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern. Eine raue Haut umgibt ihn, durch diese kann man das Innere in intensivem Orange bis rötlichem Braun durchscheinen sehen. Der Geschmack der Wurzel ist leicht bitter und pfeffrig, sie verströmt ein mildes Aroma, das ein wenig an Ingwer und Orange erinnert. Kurkuma spielt nicht nur in der Nahrungsindustrie eine wichtige Rolle, es wird auch für das Einfärben von Textilien verwendet. Darüber hinaus hat es viele positive Effekte auf die Gesundheit des menschlichen Körpers.

Die wertvollen Inhaltsstoffe des Kurkuma

KurkumaDie Zusammensetzung der Wirkstoffe in der Kurkumawurzel ist so vielfältig, dass man sie fast als kleine Apotheke bezeichnen könnte. Unter den Vitaminen wäre vor allem das Vitamin C zu nennen, auf 100 g kommen fast 24 g der natürlichen Antioxidans. Darüber hinaus ist Kurkuma noch reich an Vitamin B6 und enthält außerdem Vitamin E, Vitamin K, Cholin, Riboflavin und Nicacin.

Kurkuma ist gerade für Sportler besonders interessant, denn zum einen ist die Zufuhr von ausreichend Vitamin C enorm wichtig, und zum anderen enthält das Gewürz auch Proteine, welche die Regeneration nach dem Sport fördern und den Muskelaufbau unterstützen. Nach dem Sport sollte man also ruhig einen Kurkuma-Tee genießen oder Speisen damit würzen.

Die Ballaststoffe im Kurkuma sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, senken den Cholesterinspiegel und sind gut für die Verdauung. Auch verschiedene Mineralien sind im Gewürz vorhanden, darunter zum Beispiel Natrium, Eisen, Kalzium, Zink, Magnesium, Kalium, Mangan und Kupfer.

Hauptbestandteil des Kurkuma ist das so genannte Kurkumin, ein Stoff, der eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung hat. Antioxidantien sind in der Lage, freie Radikale zu zerstören und somit verschiedene Krankheiten zu verhindern, darunter zum Beispiel auch Krebs. Darüber hinaus ist das Kurkumin ein hervorragender Anti-Aging-Wirkstoff, denn Zellen werden schneller regeneriert, so dass der natürliche Alterungsprozess verlangsamt werden kann. Schließlich kann das Kurkuma auch noch mit einem Anteil von bis zu sieben Prozent an ätherischen Ölen aufwarten.

Das kann Kurkuma für die Gesundheit tun

Zahlreiche Studien konnten dem Kurkumin einen positiven Effekt im Kampf gegen Krebs bescheinigen. Mittlerweile wird Kurkuma deshalb in einigen Ländern bei einer Krebstherapie gerne begleitend eingesetzt. Natürlich hat das Kurkumin auch eine vorbeugende Wirkung, indem das Immunsystem gestärkt und Zelldefekte zuverlässig repariert werden. Bisher wurde eine Heilwirkung bei Hautkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs gesichert nachgewiesen.

Kurkumin vermag jedoch noch wesentlich mehr, denn auch zur Vorbeugung von Alzheimer kann es unterstützend eingesetzt werden. Der Wirkstoff durchdringt die Blut-Hirn-Schranke und kann im Gehirn Entzündungen verhindern oder deren Entstehung verlangsamen. Die entzündungshemmende und antioxidative Wirkung des Stoffes kann man aber auch bei Problemen mit dem Herz-Kreislauf-System oder den Gelenken nutzen.

Einen positiven Effekt hat Kurkuma auch auf die Atemwege, und das gleich auf mehrfache Weise. Inzwischen hat man Kurkumin an Patienten mit Lungenfibrose getestet, und es hat sich tatsächlich gezeigt, dass Verletzungen an der Lunge gemildert werden können. Darüber hinaus zeigen sich Ansätze, dass das Kurkumin grundsätzlich eine schützende Wirkung hat und der Entstehung verschiedener Atemwegserkrankungen vorbeugen kann, wie zum Beispiel der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder auch allergisch bedingtem Asthma.

Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt haben, können vom Kurkuma ebenfalls profitieren. Dank der antioxidativen Wirkung wird der Cholesterinspiegel gesenkt, das schützt auch vor Ablagerungen in den Blutgefäßen und somit vor einem Schlaganfall. Ist der Homocysteinspiegel im Blut erhöht, können Gefäßwände Schaden nehmen, Vitamin B6 kann hier im Zusammenspiel mit Folsäure und Vitamin B12 regulierend eingreifen, Herzerkrankungen wird somit vorgebeugt.

Rheumatische Arthritis geht ebenfalls mit Entzündungen der Gelenke einher, hier kann die entzündungshemmende Wirkung des Kurkumins für eine Linderung der Beschwerden sorgen. In einer großen Studie zeigte sich, dass das Kurkumin tatsächlich eine bessere Wirkung hat als nichtsteroidale Entzündungshemmer. Somit kann Kurkuma bei der Behandlung von Arthritis eingesetzt werden, ohne dass die Patienten unter Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Schäden, Herz-Kreislauf-Problemen oder Schäden an Nieren oder Leber leiden müssen.

Die Leber ist ein gutes Stichwort, denn das Organ wird von den Inhaltsstoffen des Kurkumas zur Produktion von mehr Gallensäure angeregt. Das hat zur Folge, dass Nahrungsfette gebunden werden und dann vom Körper besser verarbeitet werden können, Blähungen und Völlegefühl wird somit vorgebeugt und die Verdauung unterstützt. Durch den erhöhten Gallenfluss kann auch Beschwerden mit der Galle zuverlässig vorgebeugt werden. Auch auf die Leber hat das Kurkuma eine schützende Wirkung, es kann das Risiko einer Fettleber, Leberfibrose oder einer Leberzirrhose minimieren.

Zusammenfassung der positiven gesundheitlichen Aspekte

  • Erfolge in der Behandlung von rheumatischer Arthritis aufgrund entzündungshemmender Wirkung
  • Unterstützung der Leberfunktion und somit Förderung der Entgiftung des Körpers
  • Schutz vor der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt
  • Schutz der Atemwege vor diversen Erkrankungen
  • Vorbeugung von Alzheimer
  • Förderung der Verdauung

Die richtige Anwendung von Kurkuma

Kurkuma kennt man in erster Linie als Gewürz, dass man in jedem Supermarkt kaufen kann. Somit lässt sich Kurkuma eigentlich ganz einfach in den Speiseplan integrieren, indem man Gerichte damit verfeinert. Wichtig ist allerdings die Qualität des Kurkuma, die besten Effekte erzielt man durch die Verwendung der frischen Wurzel. Es sollte sich um Ware aus 100 Prozent biologischem Anbau handeln, außerdem sollte der Gehalt an Kurkumin berücksichtigt werden.

Kurkuma kann man nicht nur frisch verwenden, sondern auch in Form von Pulver oder als herkömmliches Gewürz. Dieses ist zwar auch in Curry-Würzmischungen enthalten, dann ist der Anteil an Kurkumin allerdings entsprechend geringer. Um die positiven Effekte des Kurkumas zu nutzen, kann man auch regelmäßig Kurkuma-Tabletten oder -Kapseln verzehren, so kann man sicher sein, dass man dem Körper eine ausreichende Menge an Wirkstoffen zuführt.