Wenn man einen Granatapfel aufschneidet, fallen die glänzenden Samen mit ihrer leuchtend rubinroten Farbe sofort ins Auge. Schon seit einigen Tausend Jahren schätzt man den Granatapfel nicht nur wegen seines erfrischenden Geschmacks, das Fruchtfleisch und die Samen kommen auch für medizinische Zwecke zum Einsatz. In einigen Kulturen der Welt ist die Frucht auch ein Symbol für das ewige Leben, Gesundheit, Schönheit und Fruchtbarkeit.

In der Tat kann man den Granatapfel zu den gesündesten Lebensmitteln zählen, gerade in den Samen stecken jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe, die sich auf vielfältige Weise positiv auf unseren Organismus auswirken. Granatapfelbäume findet man heutzutage überwiegend im Iran, im Norden Indiens, in Afghanistan oder in Pakistan. Der ausgewachsene Baum erreicht eine Höhe von bis zu acht Metern und nicht selten ein Alter von einigen Hundert Jahren. Granatäpfel müssen immer reif geerntet werden, wenn die Schale tief orange und rissig ist, denn die Früchte reifen nicht mehr nach.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Granatapfels

Dass der Granatapfel extrem gesund ist, ist weitreichend bekannt, doch welche Inhaltsstoffe machen ihn für unseren Körper eigentlich so wertvoll? In erster Linie handelt es sich dabei um die so genannten Polyphenole, wovon Granatäpfel gleich drei verschiedene Arten enthalten. Polyphenole sind eine bestimmte Form der Antioxidantien, die man zwar in zahlreichen Früchten findet, jedoch nicht in einer solchen Fülle.

Dank dieser großen Menge an Antioxidantien kann der Organismus vor Schäden durch freie Radikale geschützt werden, diese sind ja auch für die Beschleunigung des Alterungsprozesses zuständig, so dass man mit dem Granatapfel durchaus auch ein Anti-Aging-Mittel zur Hand hat. Natürlich haben die Polyphenole Gallussäure, Crosmin, Punicalagin, Ellagsäure und Ellagitannin noch weitere positive Effekte auf die menschliche Gesundheit, dazu später mehr.

Auch mit seinem Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen geizt der Granatapfel nicht, auch wenn der Gehalt an Vitamin C nicht ganz so hoch ist, wie häufig angenommen wird. Nimmt man 100 ml des Saftes zu sich, hat man damit rund 16 Prozent des täglichen Vitamin-C-Bedarfs gedeckt. Der Granatapfel liefert auch eine ordentliche Menge an Vitamin K, dieses wird vor allem für die Gesundheit der Knochen benötigt, der Anteil an Mangan steigert die Wirkung noch zusätzlich.

Während Vitamin B5 verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper unterstützt, kann das Kalium im Granatapfel dafür sorgen, dass der Austausch von Flüssigkeit zwischen den Zellen geregelt wird. Darüber hinaus sind in dieser exotischen Frucht unter anderem noch einige andere B-Vitamine, Vitamin A, Zink, Magnesium, Eisen, Kalzium und Kupfer enthalten.

Das kann der Granatapfel für die Gesundheit des menschlichen Körpers tun

GranatapfelVorbeugen ist ja bekanntlich besser als heilen, und in diesem Punkt kann der Granatapfel ganze Arbeit leisten. Vor allem die sekundären Pflanzenstoffe stellen eine hervorragende Gesundheitsvorsorge dar, denn sie stärken nicht nur das Immunsystem nachhaltig, sondern wirken auch Entzündungen entgegen und sollen sogar einen gewissen Schutz vor Krebserkrankungen bieten. Darüber hinaus können auch Bakterien und Viren abgewehrt werden, so dass Infektionen weitaus seltener sind.

Auch bezüglich des Herz-Kreislauf-Systems sind positive Effekte nachweisbar, indem die Durchblutung gefördert und der Blutdruck gesenkt werden kann. Der Granatapfel enthält einen antioxidativen Wirkstoff, den man bisher nur in dieser Frucht nachweisen konnte. Dank seiner hohen Bioverfügbarkeit kann das so genannte Punicalagin sehr gut aufgenommen werden. Es ist nicht nur für die Senkung des Blutdrucks verantwortlich, sondern kann außerdem noch den Cholesterinspiegel senken und sich positiv auf den Verlauf einer Arterienverkalkung auswirken. Bei Herzpatienten hat man in Studien ausgezeichnete Effekte verzeichnen können, so dass man den Granatapfel durchaus als Waffe im Kampf gegen Schlaganfälle, Angina Pectoris sowie Herzinfarkte bezeichnen kann.

Ballaststoffe sind in Granatäpfeln reichlich vorhanden, und das kommt natürlich vor allem der Verdauung zugute. Nährstoffe können vom Körper besser aufgenommen werden, und darüber hinaus wird der Stuhlgang reguliert, so dass sowohl Durchfall als auch Verstopfung nur selten auftreten. Die enthaltenen Enzyme haben eine antibakterielle Wirkung, sie helfen zudem bei Übelkeit, Hämorrhoiden und der Bekämpfung verschiedener Darmparasiten.

Gerade während der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Eisenmangel, und auch während der Monatsblutung kann dies der Fall sein. Sie sind dann häufig abgeschlagen, unruhig und können sich nur schwer konzentrieren. Dank der großen Menge an Eisen können Granatäpfel den Hämoglobinwert anheben, so dass einer Anämie vorgebeugt wird. Studien haben ergeben, dass die Alzheimer-Krankheit oft durch schädliche Proteine ausgelöst wird, diese können von den in den Granatäpfeln enthaltenen Antioxidantien reduziert werden.

Zusammenfassung der wichtigsten gesundheitlichen Vorteile:

  • Blutdruck und Cholesterinspiegel werden gesenkt
  • Arteriosklerose, Herzinfarkten und Schlaganfällen wird vorgebeugt
  • die Verdauung wird reguliert
  • ein Eisenmangel wird ausgeglichen
  • positiver Einfluss auf die Libido und die Potenz
  • unterstützend in der Behandlung von Krebspatienten
  • Schutz der Haut vor UV-Strahlung und vorzeitiger Alterung

Weitere positive Effekte

Ein positiver Effekt hat sich bei der Granatapfel Wirkung auch in Bezug auf die Sexualität ergeben. Bei Männern und Frauen kann der Testosteronspiegel erhöht werden, was dann eine Erhöhung der Libido zur Folge hat. Somit kann der Granatapfel auch eine Bereicherung für das Liebesleben darstellen. Männer leiden aufgrund einer Arteriosklerose häufiger an Impotenz. Da die Wirkstoffe im Granatapfel einer Arterienverkalkung vorbeugen, kann in der Folge auch eine Impotenz verhindert werden. Bei manchen Männern ist der so genannte PSA-Wert erhöht, das könnte ein Indiz für einen Prostatakrebs sein. Untersuchungen haben ergeben, dass Granatäpfel diesen Wert senken können, außerdem stieg der Wert bei Krebspatienten in wesentlich geringerem Maß an, das Tumorwachstum konnte also positiv beeinflusst werden.

Auch unsere Haut kann von den Inhaltsstoffen des Granatapfels profitieren, und das gleich auf vielfältige Art und Weise. Sie sind mittlerweile vielen Hautpflegeprodukten zugesetzt, denn sie können bis in tiefere Hautschichten vordringen, die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgen und die Regeneration unterstützen. Neigt die Haut zu Akne oder ist sehr ölig, kann sich die Haut unter dem Einfluss von Granatapfel wieder beruhigen und in ihre Balance kommen. Auch die Wundheilung wird merklich beschleunigt, da Gewebe wesentlich schneller repariert wird. Von innen heraus kommt Granatapfel unserer Haut ebenfalls zugute und kann vor Sonnenbrand und Hautkrebs schützen. Dadurch, dass die Haut auch mehr Kollagen und Elastin produziert, wird sie viel straffer und glatter, der Alterungsprozess wird sichtbar hinausgezögert.

Granatapfel